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Hörspielprojekt Wort- und Tonfabrik - ein Bericht

Hörspielprojekt Wort- und Tonfabrik - ein Bericht

Wie entsteht ein Hörspiel? Was muss ich können, um ein eigenes Hörspiel zu produzieren? Welche Geräte brauche ich dafür? Woher bekomme ich die Geschichte und welche Geräusche brauche ich? Diese und noch viel mehr Fragen standen am Anfang der Projektwoche der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen und des Jugend- und Kulturzentrums K3 in den Sommerferien. Beantwortet wurden alle und am Ende stand ein fantastisches, eigens produziertes Hörspiel, mit dem Titel "Rettung, Rost und Regenbogen".

 
 

In der letzten Woche der Sommerferien luden die Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen und das Jugend- und Kulturzentrum K3 dazu ein, ein eigenes Hörspiel zu produzieren. Der Einladung gefolgt waren sechs motivierte und neugierige Jugendliche. Das Projekt stand unter der Leitung von Medienpädagoge Christian Jean, extra angereist von der Universität Erfurt. Gearbeitet wurde in den Räumen des Tonstudios "Die Klangschärferei", das von Jugendhausleiter Daniel Leguy-Madzar eingerichtet wurde und auch künftig weiter für solche Projekte genutzt werden soll. Vervollständigt wurde das Team durch die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen, Stephanie Schumacher, Anika Körber und Alina Kölmel, die die Jugendlichen im Wechsel unterstützten.


Der Start in die Woche galt der Klärung, was man überhaupt unter einem Hörspiel versteht und was der Unterschied zwischen Hörspiel und Hörbuch ist. Außerdem wurde vermittelt, seit wann es Hörspiele gibt und wie sich im Laufe der Zeit die Bedingungen zur Produktion eines Hörspiels veränderten. Nach dem staubigen, aber notwendigen Theorieteil begann die Gruppe sich Figuren, Orte und Handlungen auszudenken, die vorkommen sollten. Am Ende des Tages hatten die kreativen und hochkonzentrierten Jugendlichen ein komplett fertiges Storyboard und fingen schon an die ersten Dialoge unserer Protagonisten, dem Einhorn Kevin und dem Mülleimer Max, zu schreiben.
Am Dienstag erhielten Geschichte und Dialoge den letzten Schliff und die ersten Geräusche wurden aufgenommen. Einige der Teilnehmer waren so begeistert, dass sie nach Projektschluss Aufnahmegeräte mit nach Hause nahmen und dort weiter Geräusche sammelten. So lernte die Gruppe die vielfältigen Möglichkeiten kennen, mit denen man ein und dasselbe Geräusch nachahmen kann. Während ein Teil der Gruppe an den restlichen Details der Geschichte arbeitete, begannen andere schon damit, sich mit der technischen Seite der Hörspielproduktion zu beschäftigen und alles für die bald folgenden Sprachaufnahmen vorzubereiten.
Nachdem die Geräusche gesammelt, angehört und eingebaut waren, teilten die Kids die Sprecherrollen untereinander auf.

 

Von der Presse gefragt

Bevor die Gruppe richtig loslegen konnte, mussten sie sich den Fragen der Journalisten stellen, die gekommen waren, um die fantastische Geschichte und deren Entstehung in die Zeitung zu bringen. In der Geschichte geht es um Einhörner und Mülleimer. Protagonist Kevin war früher ein ungestümes Einhorn, das gegen die Regeln im Einhornland verstößt und infolge dessen verbannt wird, um Gutes zu tun. Kevin, das Einhorn, sammelte ab sofort Müll im Wald. Diesen Müll brachte es täglich zu Max dem Mülleimer. So wurden sie Freunde. Genauso wie auch Hugo der (Angst-)Hase und Ben der Baum. Eines Tages wurde Max entführt. Deshalb begaben sich Kevin und seine Freunde auf eine abenteuerliche Rettungsmission. Warum am Ende auf einmal ganz viele Einhörner auf einem Müllplatz auftauchen, kann man sich auf dem Youtube-Channel vom K3 anhören, denn dort steht "Rettung, Rost und Regenbogen" für alle Neugierigen bereit.
Die Presseberichte gibt es unter folgenden Links zu lesen:

Südkurier und Schwarzwälder Bote

 

Endspurt

Für die Endbearbeitung zwängte sich die große Gruppe in einen kleinen Regieraum – eine Herausforderung. Es musste noch fertig geschnitten werden, abgemischt und gespeichert werden. Schließlich wurde das Hörspiel für alle Teilnehmer auf eine CD gebrannt. Parallel arbeiteten kreative Köpfe an der Gestaltung des CD-Covers. Die Helden der Geschichten wurden zeichnerisch zu Papier gebracht. So konnten Kevin, Max und Hugo unsere CD-Hüllen zieren und die Gruppe hatte ein Andenken, an diese schöne und arbeitsreiche Woche, in den Händen.
Das große Finale war die Präsentation des Hörspiels für Eltern, Freunden und Interessierten. Die Erstaufführung von "Rettung, Rost und Regenbogen" war ein voller Erfolg. Alle lauschten gespannt und amüsierten sich mit dem Hörspielteam. Alle waren sich einig, dass dies nicht das letzte Mal sein sollte, ein eigenes Hörspiel zu produzieren, denn es hat viel Spaß gemacht. Die Teilnehmer waren super. Immer bei der Sache, kreativ und arbeitsam. Das merkt man auch dem Endprodukt an.

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